BEVOR ES-Award – 5 Fragen gegen die Essstörung

Ich habe mich sehr gefreut, dass mich Julia vom Lebensweltblog für den ES-Award nominiert hat. Zusammen mit Happy Kalorie und Mia von Mias Anker hat sie diesen Award entworfen, um auf das Thema Essstörungen aufmerksam zu machen.

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Dazu noch kurz zu meinem Hintergrund:

Dass ich bei diesem Award mitmache, scheint vielleicht jetzt erst einmal zu überraschen. Schließlich haben sich meine bisherigen Posts bisher fast ausschließlich um das Thema Dating gedreht. Dennoch habe ich nie vorgehabt, meinen Blog bloß auf einen Themenbereich zu beschränken, weswegen ich mich hiermit zum ersten Mal öffentlich zum Thema Essstörungen äußern möchte.

Erst einmal muss ich betonen, wie schwer es fällt, diesen Beitrag zu verfassen. Auch wenn ich diesen Blog anonym führe und niemand, den ich kenne, davon weiß: Etwas auszusprechen bzw. aufzuschreiben bedeutet, der Realität ins Auge zu blicken – und sich selbst verdrängte Erinnerungen, Erfahrungen, Geschichten bewusst zu machen. Gerade deswegen habe ich etwas Angst davor, diesen Beitrag zu verfassen. Nicht unbedingt, weil mich andere Leser/innen wegen meiner Essstörung verurteilen könnten. Sondern weil ich mich selbst deshalb verurteilen werde.

Das ist aber auch einer der Gründe, weshalb ich beim ES-Award mitmachen möchte. Ich möchte mich meiner Angst stellen und, statt sie zu verdrängen, meine Essstörung offen ansprechen. Zweitens bin ich der Ansicht, dass psychische Störungen in der Gesellschaft generell offener angesprochen werden müssen. Physische Krankheiten werden ganz normal diskutiert – sobald jemand aber von einer psychischen Krankheit betroffen ist, werden sie oft entweder totgeschwiegen oder als Lappalie abgetan. Das bringt mich auch zu meinem dritten Grund: Je offener über psychische Störungen, wie beispielsweise Essstörungen, geredet wird, desto mehr Bewusstsein wird erzeugt – und nur dadurch kann die Zahl der psychisch Erkrankten verringert werden.

Insgesamt passen meine persönlichen Gründe, weshalb ich bei diesem Award mitmache auch gut zu den Zielen, die der Award verfolgt, die wären:

Ziel des BEVOR ES-Awards:

  • Erfahren, dass Prävention gegen Essstörungen im Vorfeldwichtig ist
  • Vermeiden von Vorurteilen und bestenfalls den Einstieg in eine Essstörung
  • Erkennen, dass Essstörungen allgegenwärtig sind

Ablauf des BEVOR ES-Awards:

Bitte …

  • beantworte die vorgegebenen Fragen, gern als Video, Zeichnung, Text, Grafik etc. in einem Blogpost. Alternativ: Wenn du keinen Blog hast, kannst du die Antworten per Email zusenden (julialebenswelt@gmail.com).
  • verlinke immerauf die Award-Gründer-Blogs (MiaJulia , Happy Kalorie).
  • nominiere am Ende 3 weitere Blogs deiner Wahl.
  • beachte, dass die Fragen des jeweiligen Awards immergleich (keine neuen Fragen ausdenken) bleiben.
  • kopiere Ablauf, Fragen, und Einverständniserklärung des BEVOR ES-Awards sowie Blog-Grafik unverändert in deinen Blogpost ein.

Fragen des BEVOR ES-Awards:

  1. Wann und warum isst du? Was bedeutet für dich Essen?
  2. Was verstehst und verbindest du mit „gesund“ sowie „ungesund“?
  3. Hast du bereits Diäterfahrung? Wenn JA, welche und warum hast du genau diese Diät gemacht? Wenn NEIN: Bist du zufrieden mit deinem Körper?
  4. Welchen Medien konsumierst du regelmäßig und warum?
  5. Wie nimmst du die Medienwelt wahr?

Hinweis: Happy Kalorie und Mia haben etwas andere Fragen zu Problembewältigung bzw. Schönheitsidealen.

Nach deiner Beantwortung:

  • Wir, die Blog-Gründer, picken uns im Anschluss einen Fragen-Antwort-Komplex heraus.
  • Diesen – von uns – ausgesuchten Teil schreiben wir im Namen einer Essstörung weiter.
  • Die Veröffentlichung mit Blognennung erfolgt separat in einem Online-Magazin und später ist ein Print-Magazin geplant. Denn wir wollen viele Menschen erreichen. Auch diejenigen, die selten bist gar keine Blogbeiträge oder anderen Mediendarstellungen lesen. Den Zeitpunkt geben wir bekannt, wenn es soweit ist.
  • Wir unterstellen dir keine Essstörung oder sonstige psych. Krankheiten, nur weil du an unserem Präventions-Projekt teilnimmst.
  • Deine Sichtweise dient der Sensibilisierung des gesamtgesellschaftlichen Problems „Essstörung“.
  • Sämtliche persönliche Daten von dir, die automatisch oder durch dich persönlich bei uns landen, geben wir nicht an Dritte weiter. Dein Vertrauen liegt uns am Herzen, d.h. wir respektieren deine Rechte und schützen deine personenbezogenen Daten.
  • All deine Fragen beantworten wir dir stets ausführlich. Wir sind über die jeweiligen Blogs, die Kommentarfunktion sowie über Email (julialebenswelt@gmail.com) jederzeit erreichbar.

Meine Antworten der Fragen:

  1. Wann und warum isst du? Was bedeutet für dich Essen?

Zuerst einmal sollte ich vielleicht erwähnen, wie es um mich steht: Ich leide seit etwa 5 Jahren an Bulimie. Das Thema Essen begleitet mich also schon seit längerer Zeit. Dabei schwanke ich immer zwischen zwei Polen: Meinem Ziel, regelmäßig und ausreichend (nicht zu viel und nicht zu wenig) zu essen und meinen gestörtem Essverhalten. Das besteht aus (kleinen) Essanfällen und daraus, dass ich mich – ich spreche es jetzt aus – übergebe. Insgesamt habe ich mal bessere, mal schlechtere Tage. Mein normaler Essensrhythmus ist, dass ich ca. alle 5 Stunden etwas esse, also morgens, mittags und abends sowie ab und an auch einen Snack. Um die Frage beantworten zu können, warum ich manchmal ein wenig zu viel esse bzw. mich übergebe, habe ich lange gebraucht. Aber mittlerweile ist mir klar, dass es bei mir hauptsächlich zwei Gründe sind: Zum einen nutze ich das Essen als Stressbewältigung, zum anderen als Trost. Insgesamt habe ich also keine gute Beziehung zum Essen: Ich kann es, weil ich so viele negative Assoziationen dazu habe, nicht (mehr) richtig genießen, sondern fühle mich oft schlecht und schäme mich dafür, dass ich esse. Am liebsten wäre es mir, wenn ich gar nicht mehr essen müsste. Aber leider lässt sich das nicht abschalten. Genau deshalb sind Essstörungen ja auch so perfide. Ein Alkoholiker kann Alkohol aus dem Weg gehen, genauso wie ein Drogenabhängiger Drogen vermeiden kann. Essen muss jedoch jeder.

  1. Was verstehst und verbindest du mit „gesund“ sowie „ungesund“?

Um die Definition von gesund und ungesund ein wenig einzuschränken, beziehe ich mich hiermit bloß auf das Essverhalten. Ein gesundes Essverhalten bedeutet für mich, sich keine Gedanken darüber zu machen, wie viel, was, wie, wo, wann, mit wem oder warum man etwas isst. Wenn man Hunger hat, isst man. Wenn nicht, dann halt nicht. Man kann Essen genießen, aber es nimmt keine übergeordnete Rolle im Leben ein. Es ist einfach da. Ein ungesundes Essverhalten ist für mich genau das Gegenteil: Die Gedanken kreisen ständig um das Thema Essen und das Essverhalten wird entweder bewusst kontrolliert oder gerät völlig außer Kontrolle. Deshalb ist mir auch dieser ganze „Clean Eating“‑Trend ein Dorn im Auge: Bestimmte Lebensmittel (z. B. Weißmehl) grundsätzlich zu verteufeln, stellt meiner Meinung nach bereits ein Essverhalten dar, dass nicht gesund ist.

  1. Hast du bereits Diäterfahrung? Wenn JA, welche und warum hast du genau diese Diät gemacht? Wenn NEIN: Bist du zufrieden mit deinem Körper?

Ich war lange Zeit der Überzeugung, dass ich nie in meinem Leben eine Diät gemacht habe. Völliger Quatsch. Das ist mir aber erst durch ein etwas seltsames Problem bewusst geworden, mit dem ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe: Und zwar besteht dieses Problem daraus, dass ich Angst davor habe, Hunger zu haben. Ich weiß, das klingt vielleicht etwas komisch. Ich habe auch zuvor nie richtig verstanden, woher diese Angst kommt. Aber ich habe tatsächlich Angst davor, in eine Phase zu kommen, in der ich Hunger verspüre. Letztens ist mir klar geworden, dass es quasi nur einen Grund für diese Angst dafür geben kann: Die ganzen unbewussten Diäten, die ich im Laufe meines Lebens gemacht habe. Auch wenn ich mir nie gesagt habe, dass ich jetzt auf Diät bin – es gab Phasen, da habe ich so wenig gegessen, dass ich tatsächlich Kleidergröße 32 getragen habe – und jetzt bin ich, bei einem „normalen“ Gewicht, zwischen einer 36 und 38. Ich glaube, mein Körper hat einfach einen großen Schock durch diese Phase erlitten… und versucht mich durch meine Angst vor Hunger vor einer solchen erneuten Phase zu bewahren.

Diese unbewussten Diäten habe ich natürlich gemacht, weil ich dünner sein wollte. Ausgelöst wurde das Ganze sogar – hach, da wären wir wieder beim Dating – durch einen kritischen Kommentar über meinen Körper von einem Typ, den ich eine Zeit lang traf. Das spornte mich dazu an, sehr viel Sport zu treiben und weniger zu essen, damit ich ihm besser gefalle. Völlig idiotisch, wie ich jetzt weiß. Aber später (und vor allem dann, wenn man ein wenig älter und weiser ist) weiß man es immer besser. Eines habe ich daraus aber gelernt: Sobald ich für meinen Körper von irgendeinem Typen kritisiert werde, dann bin ich weg! Und er kann sich jemanden suchen, der eher seinem Schönheitsideal entspricht. (Übrigens habe ich später herausgefunden, dass der Typ ein ganz großes Problem mit seinem eigenen Körper hatte.)

  1. Welchen Medien konsumierst du regelmäßig und warum?

Die Medien, die ich bewusst konsumiere sind Nachrichten, Filme und Serien (zumeist auf Netflix und nur selten im TV), Social Media und natürlich Blogbeiträge. Ich konsumiere sie aus Informations- und Unterhaltungszwecken. Unbewusst konsumiere ich allerdings bestimmt noch ganz schön viele andere Medien, vor allem Werbung denke ich. In den öffentlichen Verkehrsmitteln wird man zum Beispiel ja zugebombt mit Werbung, genauso wie im Internet.

  1. Wie nimmst du die Medienwelt wahr?

Auch hier möchte ich mich wieder auf Essstörungen und Essverhalten beziehen, damit dieser Beitrag nicht noch länger wird. Die Medien, vor allem die sozialen Medien, sind voll von Food Trends, Clean-Eating-Konzepten, Diättipps, „Workouts für den perfekten Beach-Body“ usw. All das, was meiner Meinung nach ein essgestörtes Verhalten auslösen kann. Allerdings gibt es, wenn man genau danach sucht, auch gute Gegenbeispiele. Zum Beispiel die Body Positivity-Bewegung auf Instagram oder auch Blogs wie von den 3 Award-Gründerinnen. Und zum Glück gibt es immer mehr solcher Beiträge. Gut ist, dass man zu einem Teil auch selbst beeinflussen kann, was man konsumiert. Zum Beispiel folge ich auf Instagram vielen Leuten, die Body Positivity promoten. Statt Diättipps sehe ich in meinem Instagram‑Feed also Beiträge, die mir gut tun – zum Beispiel unretouchierte Bilder von „echten“ Körpern oder motivierenden Sprüche. Letztendlich sucht man sich auch selbst aus, was man konsumiert.

Ich nominiere für den BEVOR ES-Award:

Thoughts of a Non-Eater 

Love’s Labour’s Lost

Miss Recovery

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mitmacht – auch wenn ihr vielleicht nicht von einer Essstörung betroffen seid. Letztendlich geht es darum, Bewusstsein zu schaffen und Essstörungen vorzubeugen. Und sich über die oben gestellten Fragen einmal bewusst Gedanken zu machen, kann bestimmt nicht schaden. 🙂

Einverständniserklärung:

Ich bin mit Annahme des BEVOR ES-Awards einverstanden, dass die Award-Gründer MichaelaMia und Julia meinen Award-Text ausschließlich für ihre präventiven Zwecke benutzen. Mein Blog ist jeweils zu nennen und gegebenenfalls zu verlinken. Persönliche Daten dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Ich habe jederzeit Auskunftsrecht, was mit meinen personenbezogenen Daten passiert. Ist eine Veröffentlichung in einem geplanten Magazin der Award-Gründer nicht erwünscht, teile ich es den Gründern formlos und gesondert mit.

Gerne können auch Leser ohne Blog an dem BEVOR ES-Award teilnehmen. Schreibt mir einfach eine E-Mail mit der Beantwortung der Fragen an julialebenswelt@gmail.com.

Je mehr Teilnehmer wir haben, desto mehr können wir bewegen! Danke im Voraus an jeden, der bei diesem wichtigen Projekt mitmacht! 

 

Zum Abschluss noch ein Kommentar von mir:

Falls du dir tatsächlich das durchgelesen hast, was ich hier geschrieben habe: Danke dafür, das bedeutet mir sehr viel! Es hilft mir definitiv, über meine Krankheit zu schreiben. Was mich auch zu einer Frage führt: Ich schreibe auf meinem Blog zwar hauptsächlich übers Daten, aber seid ihr interessiert daran, dass ich mehr über meine Essstörung erzähle? Zum Beispiel, wie es war, als ich zum ersten Mal jemanden davon erzählt habe, wodurch sie eigentlich ausgelöst wurde oder meine Erfahrungen mit Depressionen? Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir kurz eure Meinung dazu in den Kommentaren mitteilen würdet. 🙂 (Wenn ihr eine Meinung dazu habt :D)

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10 Kommentare zu „BEVOR ES-Award – 5 Fragen gegen die Essstörung“

  1. Wow, herzlichen Dank für deine offenen und authentischen Antworten. 🌻 Auch bin ich begeistert, dass du dich getraut hast, dich unseren Fragen zu stellen. 😊
    Mit deiner persönlichen Sichtweise und natürlich mit deinen persönlichen Erfahrungen erreichst du jeden und sensibilisierst, damit sich auch andere wenigstens für einen kurzen Augenblick mit dem Thema Essstörung ohne Tabu und ohne Scham auseinandersetzen. Dafür muss man nicht selbst unmittelbar betroffen sein, denn diese Problematik geht alle etwas an.
    Sehr gern würde ich mehr über deine (aktive/inaktive) Essstörung erfahren. Schon allein deswegen, weil sich keiner dafür schämen muss.
    Toller Beitrag… ❤ Wirklich…
    Viele liebe Grüße
    Michaela 🐞

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für deinen tollen Kommentar! Vermutlich hat man es gar nicht so gemerkt, aber es ist mir echt nicht leicht gefallen, zum ersten Mal so offen darüber zu reden. Und auch jetzt bin ich noch ein wenig nervös. Also danke noch einmal für deine lieben Worte! Genau deswegen finde ich die Community hier so toll… Weil man sich dadurch so gut gegenseitig unterstützen kann. 🙂 Es tut echt gut zu wissen, dass man nicht alleine ist!
      Liebe Grüße! 🙂

      Gefällt 3 Personen

  2. Oh, wow! Ich bin schwer beeindruckt von deinem Mut, den Award zum Anlass zu nehmen, um hier so von deinen persönlichen Erfahrungen mit dem Thema zu schreiben. Du schreibst ja selber, dass dir das nicht leicht gefallen ist, aber ich kann mir nur abstrakt vorstellen, wie schwer das tatsächlich gewesen sein muss. Deshalb: danke dir für diesen Einblick!

    Um auf deine Frage zu reagieren: ich lese immer gerne bei dir mit über alles, worüber du gerne schreiben möchtest!
    Deine Dating-Posts sind ja nun meistens eher „leichte Kost“, aber ich finde es auch immer super-spannend, Einblicke in „schwerere“ Themen zu bekommen und zu sehen, wie andere damit so umgehen. Und ich denke, dass es den meisten so gehen dürfte.

    Deshalb würde ich sagen: schreib, worüber du Lust hast, zu schreiben, bzw., was du denkst, dass dir hilft. Ich werde alles gerne lesen 😊

    Ich wünsche dir dafür alles Gute und freue mich auf deine nächsten Beträge, egal zu welchem Thema ❤

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke dir für diesen lieben Kommentar! Du weißt gar nicht, wie erleichtert ich mich gerade fühle! 😊
      Und Danke auch für deinen Tipp… den werde ich mir in Zukunft auf jeden Fall zu Herzen nehmen und wie du sagst; einfach über das schreiben, was mich gerade beschäftigt. Liebe Grüße 😊

      Gefällt 1 Person

  3. Ich kann mich meinen Vorrednerinnen auch nur anschließen! Ich glaube dir, dass es sehr schwer für dich war – umso mehr begeistert es mich, dass du den Mut dafür hattest! Nichts von dem, was du geschrieben hast, erschien mir fremd oder seltsam. Es ist schwer, über eine so tiefe Wunde zu sprechen, geschweige denn sie mit sich selbst auszumachen! Vielen Dank für deine Offenheit! ❤️

    Gefällt 3 Personen

    1. Danke dir für deinen lieben Kommentar Mia! Ich bin immer noch ganz überwältigt, dass alle hier so motivierende Worte gefunden haben. Es ist tatsächlich so, dass dein Blog mir wirklich schon viel geholfen hat.. um zu sehen, welche Erfahrungen andere gemacht haben und zu sehen, dass man nicht die Einzige ist. Deswegen finde ich diese Idee von euch auch so toll. Und irgendwann muss man es einfach mal „aussprechen“, wobei dein Blog mir sicherlich dabei geholfen hat, diesen Schritt zu gehen. Liebe Grüße 😊

      Gefällt 1 Person

  4. Vielen lieben Dank für diesen offenen Beitrag! ❤ Dass du dich überwunden hast diese sehr schwierigen Antworten zu beantworten, ist ein Zeichen dafür, dass du deiner Essstörung ihre Macht nimmst! Ich ziehe wirklich meinen Hut vor dir und hatte echt fast Tränen in den Augen, denn genau das ist es, was ich mir so sehr wünsche: Einen offenen Umgang mit einem sehr verschwiegenen Thema! Und ich bin vollkommen bei dir, wenn du schreibst, dass über psychische Erkrankungen offen diskutiert wird, aber viele Betroffenen nicht einfach sagen: "Ich leide an einer Essstörung." Es gibt da leider doch noch viel Stigmatisierung.

    Ich konnte mich mit deinen Worten sehr stark identifizieren und würde mich sehr freuen, wenn du dich überwinden könntest mehr über deinen Weg mit psychichen Erkrankungen zu schreiben. Denn je mehr Betroffene darüber sprechen, desto klarer wird, was psychische Erkrankungen eigentlich sind und, dass man sich absolut nicht dafür schämen muss.

    Ich könnte noch endlos so weiterschreiben, so sehr freut mich dein Beitrag, aber das ist ein Kommentar und kein eigener Beitrag ;). Deshalb schick ich dir ganz viel Liebe und noch einmal Hut ab für deinen Mut! 💜

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für deinen tollen Worte! Ich war wirklich ganz begeistert, als ich von diesem Award gehört habe und von deiner Nominierung an mich. Das mit dem „Macht nehmen“ wird mir gerade erst so richtig bewusst, da hast du auf jeden Fall einen guten Punkt angesprochen. Offenheit ist bestimmt auch deswegen so wichtig, weil es bei Essstörungen auch so sehr darum geht, das eigene Verhalten zu verstecken. Also war das Mitmachen sicherlich eine gute Idee. 🙂 Danke auch für deine Antwort auf meine Frage. Ich werde bestimmt einmal darüber bloggen. Und freue mich auch, von noch mehr Projekten von euch zu hören. Liebe Grüße 😊

      Gefällt 1 Person

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