Das Gefühl von Neid

Der Monat ist schon wieder fast vorbei (Hilfe!) und es ist Zeit, ein wenig zu reflektieren. Dass es mir in letzter Zeit nicht so gut ging, habe ich schon oft genug erwähnt, also lass ich das Thema in diesem Beitrag mal ruhen (Ab jetzt gilt einfach das Motto: Schluss mit dem Selbstmitleid, es wird wieder optimistisch in die Zukunft geschaut 😉).

Neben purer Verzweiflung und schierer Überforderung habe ich diesen Monat tatsächlich noch andere Gefühle empfunden. 😉 Ein bestimmtes Gefühl ist mir dabei besonders aufgefallen, das ich lange Zeit nicht mehr so bewusst empfunden habe: Neid.

Ja, ich gebe zu: Ich war diesen Monat ab und an ziemlich neidisch! Konkret ging um zwei Situationen, die ich hier einmal kurz schildern möchte.

Nur Abneigung… oder noch mehr?

Um die erste Situationen zu verstehen müsst ihr erst einmal wissen, dass ich seit etwa einem Jahr in einer Tanzgruppe bin, mit der wir regelmäßig kleinere Auftritte haben. Tanzen ist schon seitdem ich denken kann ein Hobby von mir gewesen und mit dieser Gruppe, in der ich jetzt bin, macht es gerade sehr viel Spaß.

Vor einiger Zeit ist ein Mädchen neu in unsere Gruppe gekommen, von der ich… naja– nicht gerade begeistert bin. Sagen wir es mal so: Für mich ist sie eine richtige Angeberin! Sie tanzt gut und ist sich dessen, so denke ich, auch bewusst. Ich habe das Gefühl, dass sie gerne auffallen möchte. Zum Beispiel hat sie der Gruppe schon beim zweiten Mal, bei dem sie da war, direkt gesagt, was wir an unseren Choreos ändern sollten. So etwas traut sich noch nicht einmal jemand, der schon lange in der Gruppe ist, geschweige denn jemand Neues. Dann hat sie sich letztens während unseres Trainings einfach ein Video ihrer alten, viel professionelleren Tanzgruppe angeguckt, weil sie doch „diesen einen Schritt vergessen“ hatte, sodass sie sich das Video genau dann angucken musste. Dadurch wusste dann natürlich direkt jeder, wie gut die Gruppe war, in der sie früher mal getanzt hat. Nebenbei wirft sie auch noch mit Fachbegriffen aus ihrem Medizinstudium um sich und lässt jeden wissen, wie viel und was für komplexe Sachen sie für ihre Klausuren so lernen muss.

Kurzum: Ich finde sie einfach unsympathisch! Aber ehrlich gesagt finde ich es auch nicht schlimm, sie nicht zu mögen – denn man kann nicht jeden mögen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die „Abneigung“ auf Gegenseitigkeit beruht und sie mich auch nicht gerade toll findet.

Aber, und hier kommt der Knackpunkt: Ich habe gemerkt, dass es nicht nur Abneigung ist, sondern, dass da noch etwas anderes ist. Irgendein anderes Gefühl, das ich lange Zeit nicht klar benennen konnte. Irgendwann war mir dann klar: Es muss Neid sein! Ich bin neidisch auf die Person, die ich unsympathisch finde. Oder ist sie mir vielleicht auch deshalb unsympathisch, weil ich insgeheim neidisch auf sie bin?

Auf jeden Fall bin ich nicht neidisch auf sie bin, weil sie gut tanzt oder Medizin studiert (oh Gott, das will ich gar nicht studieren). Eine Sache habe ich bis jetzt nämlich noch nicht erwähnt: Dass alle ganz begeistert von ihr sind! Vor allem mein Trainer, der mir sogar schon im Vertrauen gesagt hat, dass er ja so froh ist, dass sie in die Gruppe gekommen ist. Hmm. Was soll ich dazu schon groß sagen? Ich bin neidisch, dass sie so viel Aufmerksamkeit bekommt, dass sie in jeder Choreo in der ersten Reihe steht, dass sie so oft gelobt wird. Dass sie genau das bekommt, worauf sie aus ist.

Wenn man doch nicht mehr im selben Boot sitzt

Im Gegensatz zur ersten Situation ist die Hauptdarstellerin der Zweiten jemand, den ich sehr wohl leiden kann: meine beste Freundin. Wir tauschen uns regelmäßig über das Thema Beziehungen aus, schildern uns gegenseitig unsere Dates oder was für abschreckende Profile wir so auf Tinder entdeckt haben. Genau wie ich ist auch sie schon seit einer Weile Single. Lustigerweise haben wir in den letzten Monaten auch immer etwa zur selben Zeit ähnliche Phasen durchgemacht. Zum Beispiel haben wir beide jeweils jemanden gedatet, wobei wir uns letztendlich beide gegen eine Beziehung mit dem jeweiligen Typen entschieden haben. Oder: Kurz nachdem sie ihr Tinder‑Profil gelöscht hat, hab auch ich den Schlussstrich beim Dating gezogen usw. Da konnten wir uns natürlich super austauschen, es war ein sehr solidarisierendes Gefühl! Da ich mich zurzeit schon sehr nach einer Beziehung sehne, war es ganz schön zu wissen, dass man nicht ganz alleine mit seinem „Problem“, dem Singledasein, ist.

Vielleicht ahnt ihr schon, was passiert ist: In kurzer Zeit hat sich ihre Situation ganz schön verändert. Sie hat jemanden kennengelernt! Und zwar jemanden, den sie ganz schön toll findet. Sie spricht sogar schon davon, dass sie verliebt ist. Als sie mir das erzählt hat, habe ich mich im ersten Moment für sie gefreut. Verliebt zu sein ist ja auch wirklich ein sehr schönes Gefühl und ich gönne es meiner besten Freundin, dass sie jemanden gefunden hat, der dieses Gefühl in ihr auslöst.

Natürlich erzählt sie mir auch, wie es bei den beiden so läuft. Genauer gesagt erwähnt sie dann, wie schön das Treffen mit ihrem Fast‑Freund war, wie sie gemeinsam gekocht haben… oder schickt mir Fotos von den Blumen, die er ihr geschenkt hat. (An dem Tag habe ich mir dann selbst einen Strauß Blumen gekauft – denn selbst ist die Frau.)

In solchen Situationen kann ich nicht anders, als neidisch auf meine Freundin zu sein. Ich meine: Erst saßen wir in einem Boot und plötzlich hat sie all das, was ich mir wünsche und selbst nicht habe (Ich weiß, dass das jetzt eine kleine Übertreibung ist. 😉).

Es ist ein bisschen so, als ob wir im selben Boot, sagen wir einem Ruderboot, gesessen hätten – und plötzlich ist ein schnelles, modernes Motorboot vorbeigekommen, das sie einfach abgeholt hat, während ich alleine auf dem kleinen, armseligen Ruderboot zurückbleibe. Oder, eine andere Metapher, die mir gerade einfällt (wenn wir schon beim Thema Tanzen sind): Es ist, als ob man mit einer Gruppe Freunden auf einer Party ist, gerade total abfeiert… und plötzlich wird ein langsames Lied gespielt, alle schnappen sich ihren Partner und tanzen eng umschlungen – und man bleibt alleine auf der Tanzfläche stehen. (Das ist dann übrigens der Moment, indem man sich ganz plötzlich daran erinnert, dass man ja mal frische Luft schnappen gehen wollte. 😉)

Neid – kein schönes Gefühl!

Beide Situationen haben also dieses Gefühl in mir ausgelöst, das nicht gerade angenehm ist. Das Gefühl von Neid kann echt fies sein! Ich habe gemerkt, dass es mich echt unglücklich macht! In den letzten Wochen bin ich öfters mal schlecht gelaunt zurück von meinem Tanztraining gekommen… Oder habe eine Nachricht von meiner besten Freundin extra nicht geöffnet, damit ich nicht lesen musste, wie sehr sie sich auf das Treffen mit ihrem „Lover“ freut.

Ich möchte also in der nächsten Zeit unbedingt daran arbeiten, weniger neidisch zu sein. Nur wie stellt man so etwas ab? Eine passende Lösung habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Ich glaube eh, dass es ein langer Prozess sein wird, bis ich weniger neidisch sein kann. Allerdings habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht, womit ich anfangen könnte.

Zwei Sofort‑Maßnahmen, um weniger neidisch zu sein

Dabei habe ich mir überlegt, dass es mich ja unglücklich macht daran zu denken, was die anderen haben und was ich nicht habe. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ich mich daran erinnern muss, was ich alles habe. Zum Beispiel: gute Freunde, spannende Pläne für die Zukunft (dazu dann mehr, wenn es soweit ist)… oder simple Dinge wie ein Dach über dem Kopf. Ich bin eh der Meinung, dass Dankbarkeit, unter anderem für die „kleinen“ Dinge im Leben, viel ausmachen kann!

Außerdem hat mir eine liebe Blogger‑Kollegin letztens eine Seite empfohlen, auf der ich einen tollen Beitrag zum Thema Neid gefunden habe. Aus diesem Text von Joanna Goetz stammt auch der folgende Satz, der mich besonders angesprochen hat:

„Hat jemand etwas, was du gerne willst, dann freust du dich mit ihm darüber – denn das bedeutet kein bisschen, dass es für dich weniger davon gibt.“

Das klingt doch nach einer ganz guten Idee! 😊

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24 Kommentare zu „Das Gefühl von Neid“

  1. Hi 🙂
    Neid bedeutet für mich nicht nur, etwas auch zu wollen, was andere haben, sondern vor alllem, es diesen Personen nicht zu gönnen. Denn wenn ich etwas nur auch haben will, fällt es mir zumindest relativ leicht zu sagen „ich muss eben Geduld haben“ oder „ich muss da vielleicht ein bisschen mehr darauf hinarbeiten“… Und ich kann mich im Zweifel immer noch für die Person freuen.
    Im Gegensatz dazu kommt Neid bei mir eher auf, wenn ich der Meinung bin, jemand hat etwas nicht verdient. Dagegen hilft mir immer, mir ins Gedächtnis zu rufen, dass ich nicht alle Umstände kenne. Wer bin ich, um einschätzen zu können, ob jemand ein Glück in seinem Leben verdient hat, oder nicht? Ich weiß nicht, mit wieviel harter Arbeit oder privatem Unglück dieses Glück erkauft wurde. Das hilft mir oft, solche Gedanken loszulassen.

    Was deine beste Freundin angeht, würde ich deine Beschreibung aber weniger als Neid, sondern eher als Eifersucht interpretieren. Ich lese aus deinen Worten eine Angst, sie zu verlieren. Die Angst, dass sie jetzt weniger Zeit für dich hat, die Angst, dass sie auch ohne dich eine tolle Zeit hat und somit die Angst, du könntest ersetzbar sein. Sofern ich damit nicht völlig daneben liege, finde ich, dass das alles sehr verständliche Ängste oder Sorgen sind und vielleicht könntest du sie mit ihr auch ansprechen? Habt ihr so ein offenes Verhältnis? Denn ich glaube kaum, dass du ihr das Glück an sich nicht gönnst. Du möchtest nur nicht plötzlich alleine da stehen und dich „ersetzt“ fühlen. Natürlich wird eure Freundschaft sich jetzt verändern. Aber das muss nicht nur zum negativen sein. Sie scheint ja ihr Glück mit dir teilen zu wollen. Daraus lese ich, dass sie dich weiterhin als sehr wichtig in ihrem Leben ansieht. Das ist erst mal eine gute Grundlage. Aber sie ist halt auch gerade in der „shiny new toy“-Phase, die für Außenstehende etwas anstrengend sein kann.

    Gerade in der Literatur über Polyamorie gibt es viele Tipps zum Umgang mit Eifersucht. Und ja, natürlich führen du und deine beste Freundin keine romantische Liebesbeziehung, aber eine freundschaftliche Liebe ist da sicher da und so anders sind dann möglche Eifersuchtsgefühle auch nicht. Auf http://www.morethantwo.com steht da zum Beispiel einiges dazu (das Buch musst du nicht kaufen, darin steht auch nicht mehr, als auf der Website). Und die Tipps sind einfach universell einsetzbar. Dazu muss man keine Poly-Beziehung führen…

    Grundsätzlich halte ich es erfahrungsgemäß jedenfalls für nicht so hilfreich, sich für seine emotionalen Reaktionen zu schämen. Eifersucht und Neid sind Ausdruck eigener Unsicherheiten und Sehnsüchte und können uns helfen, diese etwas besser zu verstehen und somit zu lernen, besser mit ihnen umzugehen.

    Ich hoffe, da ist jetzt der eine oder andere hilfreiche Ansatz für dich dabei… Falls nicht, ignorier das einfach alles 😉

    Liebe Grüße und alles Gute!

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    1. Interessante Gedanken! Also diese Definition von Neid habe ich, als ich den Post geschrieben habe, nicht beabsichtigt. Ich verstehe aber, was du meinst… nach deiner Definition wäre ich dann in der ersten Situation eher neidisch, in der zweiten eher eifersüchtig. Das ergibt für mich auch Sinn! In der ersten muss ich nicht nämlich gestehen, dass ich es ihr nicjt wirklich gönne… was natürlich nicht gerade nett von mir ist!

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  2. Ich muss ehrlich zugeben, ich habe nicht bis zum Ende gelesen. ich mochte keine Lösung dafür haben,wie ich weniger neidisch sein kann…

    Im Gegensatz zu anderen Menschen stehe ich voll zu diesem Gefühl und kann dieses auch äußern. Alle Welt denkt immer, dass Neid so schlimm ist, weil alle es mit Missgunst verwechseln. Ich gönne jedem sein Glück, will es aber auch haben.

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    1. Ich verstehe, was du meinst! Zu deiner Beruhigung habe ich auch keinen konkreten Lösungsansatz und schreibe diesen Blog auch nicjt, um anderen Tipps zu geben oder noch schlimmer, zu belehren. Das Gefühl Neid kann man wahrscheinlich auch nicht abstellen.. allerdings möchte ich einen besseren Umgang damit finden, damit mich das Gefühl nicht unglücklich macht. Wenn Neid für dich in deinem Leben kein Problem darstellt, dann seh ich auch keinen Grund dafür, etwas gegen dieses Gefühl Bzw den Umgang damit zu unternehmen. Liebe Grüße!

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  3. Was ändert Dein Neid denn an der Situation?
    Im ersten Fall könnte es Dich motivieren, besser zu tanzen als die Neue. Aber erst einmal….
    Und die frisch verliebte Freundin… vielleicht ist ja nicht alles so superduper wie sie es schreibt?
    Somit verschwendest Du nur Energie mit Neid. Ich denke, Dein Ansatz mit der Dankbarkeit ist schon ganz okay. Vielleicht ist es generell ganz gut, nicht ständig Andere als Referenzpunkt zu nehmen sondern das eigene Maß an Zufriedenheit. Du hast sicherlich auch Eigenschaften, die andere gerne hätten. So what?

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    1. Naja, ich merke halt, dass ich durch den Neid unglücklich bin! Das hat aber dann wahrscheinlich auch etwas damit zu tun, dass ich generell sehr ehrgeizig bin… man könnte auch sagen, eine Perfektionistin. Dadurch möchte ich natürlich besser Tanzen als sie, oder zumindest genauso viel Lob (oder sogar mehr Lob) bekommen als sie. Außerdem ist Tanzen ja auch sehr subjektiv, also kann man vielleicht auch nicjt sagen, wer da jetzt die Bessere von uns beiden ist. 😉
      Das stimmt allerdings! Ich denke, ich sollte bei der Aufzählung der Sachen, die ich habe, auch meine Eigenschaften berücksichtigen. Das ist eine gute Idee! Liebe Grüße!

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  4. Neidisch auf andere Personen bin ich eigentlich nie, weil man auch nie die ganze Geschichte kennt. Und die Zukunft schon gar nicht.

    Heute tanzt das Mädel noch in der ersten Reihe, morgen wird sie vielleicht von einem LKW überfahren.

    Also lieber nur auf den eigenen Scheiß konzentrieren 🙂

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      1. Ich denke Neid hat viel damit zu tun, sich mit anderen zu vergleichen. So hab ich den Kommentar verstanden. Dann hat es weniger mit Egoismus zu tun, „sich auf den eigenen Scheiß zu konzentrieren“ als mit Abgrenzung und Loslassen. Mit diesen Gefühlen umzugehen kann gelernt werden. Mit Meditation z.B. vor allem Metta – liebende Güte. Klingt evtl. jetzt eigenartig, hilft aber sich bewusst zu werden, wo das eigene beginnt und so in positivem Sinne bei sich zu sein und auch sich wirklich mit anderen zu freuen oder es so zu nehmen, wie es ist. …… Vielleicht ist das ja etwas für dich?
        Liebe Grüße
        „Benita“

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      2. Klingt auf jeden Fall interessant! Ich hab mich schon mal ans Meditieren gewagt, aber war nicht so erfolgreich damit. Da habe ich gemerkt, dass auch Meditieren erlernt werden muss! Vielleicht wage ich demnächst nochmal einen Versuch. Liebe Grüße und Danke für den Input! 😊

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  5. […] Wie ich letztens geschrieben habe, habe ich mir ja vorgenommen mich häufiger daran zu erinnern, wofür ich dankbar bin. Da passt das Gänseblümchen der Woche ja perfekt! Erst hat mich der Gedanke, dass diese Woche ja eigentlich voller nicht so erfolgreicher und schöner Momente war, davon abgehalten, meine Gänseblümchen für diese Woche zu sammeln. Tja, und dann habe ich gedacht: Moment… Gerade diese Woche sollte ich mich doch daran erinnern, was an dieser Woche schön war – es kann ja nicht nur alles schlecht gewesen sein. Also, hier meine ersten Gänseblümchen: […]

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  6. Oh Gott, ja! Vom Neid kann ich auch ein Lied singen! Und mir geht es da ähnlich wie dir in der zweiten Situation (ich meine in der ersten Situation wäre ich bestimmt neidisch, könnte meinen Kopf dann aber mit dem Argument beruhigen was für eine Angeberin sie doch ist).

    Ich kann Leuten oft nichts aus tiefstem Herzen gönnen, wenn es um Angelegenheiten geht, die ich auch möchte. Ich freue mich zwar dann auch für die Person, aber irgendwo in mir sitzt dann eine kleine Stimme, die ruft: Ich will auch!

    Dabei fällt mir ein, dass ich sogar noch irgendwo einen unveröffentlichten Beitrag zum Thema Neid rumliegen habe. Vielleicht sollte ich den Mal ausgraben! 😉 Denn ich denke, dass Neid in unserer Gesellschaft, wie so manch andere Emotion, zu stark tabuisiert wird. Vor allem, weil Neid vielen öfter begegnet als ihnen lieb ist!

    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Ich bin gerade echt irgendwie erleichtert, dass ich nicht die einzige zu sein scheine, die mit Neid ein Problem hat. 😀 Tatsächlich finde ich die zweite Version auch „schlimmer“. Und genauso wie bei dir ist es bei mir auch mit dieser zweiten Stimme. Zudem kommt dann ein wenig die Verzweiflung hoch und ich denke, dass ich so etwas wie meine Freundin zum Beispiel nie haben werde. Ist ja Quatsch, aber trotzdem steigt da plötzlich eine gewisse Panik auf.
      Ich würde mich freuen, wenn ich bald deinen Beitrag zum Neid lesen könnte!
      Liebe Grüße zurück und einen sonnigen Tag! 🙂

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      1. Bei mir ist Neid auch immer stark mit Verzweiflung und Traurigkeit verknüpft. Und Scham ist auch oft noch was, was dazu kommt. „Wieso denke ich so? Ich sollte Menschen, die ich mag Dinge gönnen, nicht auf sie neidisch sein.“ Dann mach ich mich mal sehr gerne auf die Suche nach dem Beitrag ;).
        Ich wünsche dir auch einen schönen Tag!
        Liebe Grüße, Julia 💜

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  7. Bin mir nicht sicher ob ich Neidisch bin. Eventuell auch schon mal ja. Aber was ich ja gar nicht leiden kann, ist wenn meine Arbeitskollegin (ebenfalls Single und wir tauschen uns auch dadrüber aus) einem vorwirft man wäre neidisch, obwohl man es absolut nicht ist. Sowas finde ich wieder lächerlich.

    Sie hingegen wird komisch, wenn ich erzähle, wenn ich jemanden kennenlerne und es eventuell sogar mehr werden könnte. Ich hab dann immer das Gefühl, sie will einem das verbauen oder schlechtreden. Dummerweise kann ich mein Maul auch nie halten und erzähle immer alles detailliert. Aber das ist auch nicht nur bei ihr so. Das fällt mir auch bei anderen Menschen, zum Beispiel bei „Kumpels“ und so auf. Ich hab immer das Gefühl die wollen einem das nicht gönnen und schlecht reden.
    Ich glaube ich muss es mir abgewöhnen jedem alles auf die Nase zu binden. Einfach sein eigenes Leben leben und gar nicht immer so viel von sich Preisgeben.
    Denn sobald man Erfolgreich ist (sei es in der Liebe, im Job oder sonst wo), kommen die Neider oder die die es einem nicht gönnen.

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    1. Das ist interessant! Ich kann es natürlich nicht einschätzen, ob deine Kollegin oder Kumpels tatsächlich neidisch sind… Und du selbst weißt es ja auch nicht. Wenn dich das wirklich stört (und du Aufklärung brauchst), dann könntest du sie ja vielleicht mal drauf ansprechen. Nicht direkt, aber zum Beispiel: Stört es dich eigentlich, wenn ich von XY rede? Entweder sie stört es dann wirklich oder du merkst, dass du es dir in gewisser Weise nur eingebildet hast (die Option, dass sie nicht die Wahrheit sagen, lassen wir jetzt mal außer Betracht ;)). Generell finde ich den Ansatz, dass man einfach sein Leben lebt und nicht so sehr VERSUCHT auf das zu hören, was die anderen sagen/machen, sehr gut. An dem versuche ich mich auch noch. 😀

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