Es ist Zeit, etwas auszusprechen

Seitdem ich wieder mit der Psychotherapie begonnen habe, habe ich viel mehr reflektiert, in mich hineingehört und versucht, meine „Probleme“ Probleme aufzuarbeiten. Das neue Mantra heißt also: Gefühle und Probleme wahrnehmen, aussprechen und durcharbeiten anstatt sie zu verdrängen.

Deshalb möchte ich heute über ein Thema schreiben, das durch keinen größeren Widerspruch geprägt sein könnte: Einerseits denke ich sicherlich jeden Tag darüber nach und es belastet mich sehr, andererseits habe ich wirklich noch nie – mit absolut niemanden – über dieses „Problem“ von mir geredet! Aus meinen Gedanken auf WordPress – das hier ist also eine absolute Premiere.

Für mich war es immer ein Tabu-Thema. Auch in der Psychotherapie hab ich noch kein Wort darüber verloren, noch nicht einmal angedeutet, wie sehr es mich doch stört. Hinter dem Thema steckt ganz viel Scham, aber auch die Angst, zu übertreiben und aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Obwohl… vielleicht eher aus einen Elefanten einen Blauwal, das würde größentechnisch eher passen. Aber dazu gleich mehr.

Dabei merke ich, dass das Problem ganz stark mit meiner Essstörung, meiner Sportsucht und Körperbild zusammenhängt und somit ist es etwas, das ich unbedingt angehen muss. Außerdem zerrt es an meiner Psyche, meinem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Ich spreche es jetzt aus: In diesem Beitrag wird es um meine Oberweite gehen.

Einfach nur ein Körperteil

Am Anfang muss ich wohl ganz viele Disclaimer einbauen: Ja, ich werde über meine Brüste schreibe und nein, ich fühle mich nicht wohl dabei. Hier bin ich zwar weitestgehend anonym, aber mir wird wirklich schlecht, wenn ich mir vorstelle, wie sich jemand mich nun vorstellt und seiner Fantasie freien Lauf lässt.

Andererseits schreibe ich „nur“ über ein Körperteil. In der Gesellschaft wird es natürlich weitestgehend sexualisiert – aber ganz objektiv betrachtet, ist es einfach nur Teil meines Körpers, nicht mehr und nicht weniger. Und: Ich habe mir nicht ausgesucht, wie meine Brüste aussehen.

Wie viele andere Frauen, bin auch ich mit meiner Oberweite unzufrieden. Manche haben einen sehr kleinen Busen und fühlen sich dadurch weniger fraulich. Bei mir ist es anders herum: Ich habe einfach viel zu viel.

So, und wenn bei euch jetzt solche Gedanken hochkommen sollten wie: Ach, sei doch zufrieden! Alle wollen größere Brüste, du beschwerst dich über deine! Dann lest euch die nächsten Zeilen bitte genau durch.

Anstrengungen im Alltag

Da wäre zuerst einmal das eigene Körpergefühl: Eine große Oberweite bei normalem Körperbau zu haben ist für den Körper erst einmal eine Belastung. Meine Oberweite ist wie ein zusätzliches Gewicht, das an meinen Schultern zieht. Gerade beim Sport ist es wirklich nervig, weil ich mich natürlich nicht vollkommen frei bewegen kann. Joggen und viel rumspringen ist da nicht.

Weiter geht es bei der Kleidung: Beim Shoppen weiß ich ganz genau, was für Oberteile in Frage kommen und welche ich gar nicht erst anprobieren muss. Deshalb trage ich immer nur weite Oberteile, etwas eng Anliegendes hatte ich das letzte Mal vor über 10 Jahren an. Und die BH-Suche erst… Es ist quasi unmöglich, einen gut sitzenden, nett aussehenden, vor allem aber kaschierenden BH zu finden, der dann auch noch bezahlbar ist. Meistens quäle ich mich in BHs mit zu engen Cups, die meine Brüste zumindest ein wenig kleiner aussehen lassen. Ja, ich weiß, für den Rücken ist das ganz und gar nicht gut.

Beruf, Freundschaft, Liebe

Das Allerschlimmste für mich aber, wie viel negative Aufmerksamkeit sie erregen. Wie viele gucken mir nicht ins Gesicht, sondern zuerst einmal auf die Brüste? Vor ein paar Jahren gab es sogar mal einen Kerl bei einem Arbeitsplatz, der mir immer wieder erst in die Augen, dann auf die Brüste geguckt hat: Augen, Brüste, Augen, Brüste. Wisst ihr, wie dumm ich mir vorkam? Besonders weil wir uns im beruflichen Kontext befanden!

Dann spielt es aber auch in Freundschaften eine Rolle: Wenn mir fremde Leute auf die Brüste schauen, ärgert mich das natürlich. Ein bisschen schlimmer ist es aber noch, wenn es Freunde sind. Dann muss ich ganz ehrlich gestehen, dass ich mich beurteilt fühle. Das passiert natürlich gerade jetzt im Sommer, wenn ich zum Beispiel mit Freunden am See bin und mir nichts anderes übrig bleibt, als meine „wahre“ Oberweite zu präsentieren. Beim Enthüllen fühle ich mich tatsächlich so, als ob ich ein (dunkles) Geheimnis von mir offenbaren würde. Übrigens war das einer der Hauptgründe dafür, weshalb ich das Schwimmen so lange vermied!

Schließlich beeinflusst es mich auch in der Partnersuche bzw. in Beziehungen sehr. Klar fühle ich mich wegen meiner Brüste unsicher: Wird es die Person stören, dass ich so eine große Oberweite habe? Wie reagiert sie darauf? Findet sie es störend? Das beziehe ich nicht unbedingt auf Sex. Es geht auch um den Alltag, um das miteinander Gesehen werden. Ich selbst möchte für meinen Partner eine Partnerin sein, auf die er stolz ist, die vorzeigbar ist.

Es wäre mir doch gerne egal

Ich kann mir schon vorstellen, was für Kommentare ich auf diesen Beitrag erhalten werde: Dass mir das, was die anderen denken, egal sein soll. Dass allein ich darüber entscheide, ob mich ihre Blicke oder unbedachten Äußerungen stören. Dass ich selbstbewusst rangehen sollte und mich so akzeptieren solle wie ich bin.

Das sage ich mir selbst so oft. Wirklich, ich versuche schon so lange, endlich Frieden mit meinen Brüsten zu schließen. Aber es klappt einfach nicht.

Wirklich, in meiner Weltansicht bin ich generell wenig konservativ und meine feministischen Ansichten nach möchte ich kein bisschen, dass mich meine große Oberweite selbst so stört. Sie tut es aber, jeden Tag. Jeden verdammten Tag, an dem ich mir etwas zum Anziehen raussuche und überlege, ob dieses Oberteil meine Brüste gut verdecken wird. Wie viel Geld habe ich schon für BHs, Sport-BHs und Oberteile ausgegeben? Ach, eigentlich möchte ich das selbst gar nicht wissen.

Mein Dilemma ist, dass ich meine Brüste zwar einfach so akzeptieren möchte wie sie sind. Theorie und Praxis klaffen hier jedoch weiter auseinander: Denn ich komme einfach nicht über den Gedanken hinweg, dass es mir mit einem kleineren Busen tausendmal besser gehen würde.

Das ärgert mich, es ärgert mich wirklich.

OP?

Durch all diese Gründe ist bei mir schon vor längerem die Idee aufgekommen, eine Brustverkleinerung durchführen zu lassen. Ich habe, aufgrund von Sport, keine körperlichen Beschwerden wie Rücken-, Nacken- oder Kopfschmerzen. Allerdings wäre vieles in meinem Alltag leichter, zum Beispiel der Sport.

Darüber hinaus, das gebe ich zu, wäre es auch eine OP aus ästhetischen Zwecken. Je älter ich werde, desto mehr zieht die Schwerkraft meinen Busen auch nach unten. Und mit Mitte 20 leicht hängende Brüste zu haben, zehrt an meinem Selbstbewusstsein.

Anfangs glaubte ich noch, dass ein operativer Eingriff für mich nicht in Frage kommt, weil ich meinen Körper, so wie er auf die Welt gekommen ist, nicht verändern möchte. Mittlerweile bin ich mir recht sicher, dass ich die OP will. Und zwar deshalb, weil ich davon ausgehe, dass ich die Operation irgendwann einmal sowieso „brauchen“ werde – spätestens dann, wenn meine Brüste nach einer Schwangerschaft so schwer sind und so weit nach unten hängen, dass sie wirklich zur Belastung werden. Wenn ich die Brustverkleinerung sowieso in Zukunft einmal machen werde – warum dann nicht bereits jetzt? Wahrscheinlich nächstes Jahr, wenn ich Geld und Urlaub habe. Dann soll einfach so viel weg wie möglich.

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28 Kommentare zu „Es ist Zeit, etwas auszusprechen“

  1. Erstmal finde ich es toll, dass du dich getraut hast, diesen Beitrag hier zu schreiben, obwohl es dir so schwer fiel. Zum Anderen finde ich die Idee mit der OP völlig legitim. Natürlich rät man immer dazu, sich selbst so zu lieben, wie man ist. Aber wenn es Dinge am eigenen Körper gibt, die einem wirklich missfallen, für die man sich schämt oder die einem wirklich psychisch zusetzen, ist es auch ein Akt der Selbstliebe, solche Dinge an sich zu ändern. Und wenn das nur mit einer OP möglich ist, wie in deinem Fall, dann sei es so. Ich drücke dir die Daumen, dass es im nächsten Jahr klappt und du danach glücklicher und ungefangener durchs Leben gehen kannst. Drück dich!

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    1. Wow, danke dir für deinen tollen, verständnisvollen Kommentar! Mit so viel Verständnis und Empathie habe ich gerade gar nicht gerechnet. Ich bin gerade ganz überwältigt, so viel Zuspruch zu bekommen und ernst genommen zu werden. Tausend dank dafür und allerliebste Grüße! 😌😊

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  2. Ich kann mich nur anschließen, und finde es auch sehr mutig von dir, hier so offen darüber zu schreiben! Ich selbst fand meine Brüste früher immer zu klein und hab am liebsten Push-ups getragen, mittlerweile versteh ich gar nicht mehr, wieso, die Dinger sind furchtbar unbequem und ich liebe nun Sport-BHs. Abgesehen davon ist es wirklich eine Schande, dass Frauen mit größeren Brüsten so sehr auf diese reduziert werden, dass sie sexualisiert werden und selbst andere Frauen kommentieren ja oft auf Instagram oder sonst wo, wenn Frauen mit mehr Oberweite mal wieder einen vermeintlich zu tiefen Ausschnitt tragen. Ich glaube schon, dass Frauen mit kleineren Brüsten von solcher Kritik eher weniger betroffen sind. Da muss sich noch einiges in den Köpfen der Menschen ändern, nicht an den Körpern.
    Ich hab aber vollstes Verständnis für dich! Kurz vor meiner Periode habe ich auch massive Brustschmerzen und Wassereinlagerungen, da bin ich dann immer ganz froh, wenn sie danach wieder klein und schmerzfrei sind.
    Mach auf jeden Fall das, was du für richtig hältst – dein Körper, deine Entscheidung. Fühl dich gedrückt und ganz liebe Grüße! 🥰

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    1. Danke auch dir für deinen lieben und aufmunternden Worte! 🙂 Ich bin überzeugt davon, dass so gut wie jede Frau ein Problem mit ihren Brüsten hat. Dass sich etwas nicht an den Körpern, sondern in den Köpfen der Gesellschaft ändern muss, sehe ich ganz genauso. Und gerade deshalb befinde ich mich so im Struggle mit mir selbst. Aber ja, nur man selbst entscheidet über seinen Körper. Daran habe ich auch nicht wirklich gedacht und das zu hören, tat gerade richtig gut. Danke und liebe Grüße 🙂

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      1. Es hört sich in beiden Fällen so an, als würdest du an deinen eigenen Ansprüchen/Idealen scheitern, zumindest nehmen die Gedanken dazu viel Raum ein, aber meiner Meinung nach sind die etwas zu hoch. So bei 200 Prozent 😀

        „Darf ich einem Typen einen Korb geben, weil ich seine Zähne unsexy finde? Darf ich mich, auch aus ästhetischen Gründen, operieren lassen?“

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      2. Ok, sorry, aber ich checks immer noch nicht zu 100 %, was du mir sagen willst. 😀 Erst dachte ich, du sprichst von Unsicherheiten. Jetzt von „Ansprüchen/Idealen“. Einen Typen mit schönen Zähnen zu daten und eine „angenehme“ Oberweite zu haben sind Ideale, klar. Willst du mir jetzt sagen, ich habe zu hohe Standards oder willst du mir sagen, meine Standards sind gerechtfertigt? 😀

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      3. Haha 😄

        Du hast zu hohe Ansprüche an dich selbst. Willst katholischer sein als der Papst. Machst dir Gedanken, ob du wegen dem Zahn-Typ oberflächlich bist oder den Feminismus verrätst, wenn du dir die Brust operieren lässt.

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  3. Ich habe mich erst heute Abend mit einer Freundin darüber unterhalten, dass sie im Herbst ihre Brüste verkleinern lassen wird. Von F auf B. Sie hat in der einen Brust einen gutartigen Knoten, der dabei entfernt wird und die kleinere Brust wird leichter abtastbar, was die jährliche Mammographie unnötig macht, die ja auch das Krebsrisiko erhöht. Und es gibt noch weitere gesundheitliche Probleme, auf die ich hier jetzt nicht eingehen möchte.

    Ich selber mag mir eher etwas größere Brüste wünschen, aber ich denke, ich kann deine Probleme sehr gut nachvollziehen. Ich habe ähnliche Erfahrungen schon von mehreren Freundinnen gehört.

    Ich finde es sehr mutig, dass du darüber schreibst, aber auch sehr wichtig. Es ist für viele einfach noch ein Tabu-Thema.

    Ich wünsche dir alles Gute!

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    1. Danke dir! Es tut immer gut von ähnlichen Erfahrungen zu hören. Dadurch weiß man, dass man nicht allein ist! Insgesamt geht es mir allein dadurch, dass es jetzt erst einmal ausgesprochen ist, schon viel besser. 😌 allerliebste Grüße!

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  4. Wow, was für ein toller und ehrlicher Beitrag! Zunächst einmal finde ich es überhaupt nicht schlimm, eine OP aus ästhetischen Gründen zu machen! Es ist dein Körper und du sollst leben und dich wohl fühlen! Diese Ansicht muss niemand teilen, aber am Ende des Tages bist du auch niemandem Rechenschaft schuldig! Ich kenne auch eine gute Freundin, die eine sehr, sehr, sehr große Oberweite hat, und sich schon vor Jahren dazu entschieden hat eine OP zu machen (Weil sie u.a enorme Rückenschmerzen hat und nur auf dem Rücken schlafen kann etc.)!

    Ich hatte früher ähnliche Bedenken zum Thema Oberweite, weil meine quasi nicht existent ist 😀 doch je älter ich wurde, desto egaler wurde es mir! Dir scheint es nicht egal zu sein, daher kannst du dir diesen op Gedanken ruhig mal eine Weile durch den Kopf gehen lassen, ohne dich schuldig zu fühlen! Außerdem musst du jetzt auch noch keine endgültige Entscheidung treffen!:)

    Und zu der Sache mit den Partnern: Früher dachte ich immer, dass Männer nur Frauen mit großer Oberweite mögen, aber nach mehreren Gesprächen mit meinen Kumpels war klar, dass sie gar nicht so oberflächlich sind, wie wir oft denken! Außerdem ist mir klar geworden, dass ich überhaupt niemanden will, der mich und meinen Körper nicht akzeptiert!:D

    Liebe Grüße!

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    1. Danke auch Dir für deine lieben Worte! Ich fühle mich wirklich noch sehr überwältigt von der ganzen positiven Resonanz und den ermutigenden Kommentaren! Dein Kommentar und die der anderen haben wirklich ein Umdenken in mir bewirkt. Ich dachte immer, es wäre unmöglich von mir, eine Schönheitsoperation zu wollen – wahrscheinlich weil ich aufgewachsen bin, so etwas nicht gutzuheißen.

      Und deine Freundin hat die OP mittlerweile machen lassen? Vielleicht hat sie ja ein paar Tipps, worauf man bei der Arztwahl achten sollte. Das erscheint mir gerade schwerer als gedacht.

      Ich glaube auch, dass Frauen (mich inklusive) Männer für oberflächlicher halten als sie es sind! Dabei muss man sich überlegen, was man selbst für Ansprüche an Männer hat. Ob klein, groß, dick, dünn: soo wichtig ist mir das Aussehen echt nicht! Ein „perfektes“ aussehen schreckt mich sogar eher ab. 😜 Männern wird es da nicht anders gehen. Am aller aller wichtigsten ist echt der Charakter!

      Und ja, genau auf diese Akzeptanz kommt es am Ende an!

      Liebe Grüße zurück 😜

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      1. Nein, sie hat die op noch nicht machen lassen (fehlendes geld), aber sie hat inzwischen auch ihre Eltern überzeugt, die nun hinter ihr stehen! Dennoch, es muss keine leichte Entscheidung sein und du hast alles Recht und alle Zeit der Welt darüber nachzudenken!:)

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      2. Ah verstehe. 🙂 Ja das ist glaube ich keine einfache Entscheidung. Bei mir dauert es, bis ich mich zu etwas entschlossen habe, aber wenn ich mir dann etwas in den Kopf gesetzt habe, bin ich unglaublich ungeduldig und weiß teilweise gar nicht mehr, wie ich weiterleben soll. Was absurd ist, da ich bis jetzt ja auch ganz normal gelebt habe. 😀 Zeit ist wirklich sehr, sehr relativ! 😀

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  5. Vieles wurde hier ja schon gesagt, aber ich möchte Dir auch gern Mut zusprechen. Ich kenne das Problem zwar selbst nicht, kann es aber nachvollziehen, weil eine mir sehr nahe stehende Person genau das erlebt hat, was du beschreibst. Und sie hat dann endlich mit über 50 und nach zwei Kindern den Schritt gewagt und ist unglaublich glücklich. Sie hat dadurch ein völlig neues Körpergefühl bekommen. Endlich nicht mehr den Stress, den richtigen BH zu finden, endlich Oberteile tragen, an die sie vorher nie denken konnte.
    Und das hat nichts mit Feminismus verraten zu tun. Es geht um dich und dein Wohlbefinden, mal ganz abgesehen von den körperlichen Dingen, wie Schmerzen etc.

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    1. Danke für deine einfühlsamen und sehr empathischen Worte! Richtig, ich hab schon so viele ähnliche Geschichten gehört. Und wenn man es mit 50 eh machen lassen würde, warum dann nicht jetzt? Dass es auf das Wohlbefinden ankommt ist auch ein ganz wichtiger Aspekt, denke ich! 😌

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  6. Tja, manchmal ist Feminismus eben auch nur eine Theorie. 🙂
    Aber keine Sorge – denn die machst Du Dir ja – Du verrätst da nichts, wenn Du glaubst, Dich nach solch einem Eingriff wohler zu fühlen. Also mach‘ doch einfach, was Du für Dich für richtig hältst.

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  7. ganz im ernst, ich ziehe den hut vor dem mut das zu schreiben und zu denken. und das in heutigen tagen. ich persönlich bin gegen jede op-technische veränderung der natürlichen körperlichen gegebenheiten, wenn sie nicht medizinisch notwendig sind, und irgendwie ist psychologie ja auch so etwas wie medizin, oder? meine liebste hatte als junge frau (da kannte ich sie aber nicht) genau das gleiche dilemma, auf ihre riesenbrust reduziert zu werden. sie hat es durchgestanden und nach einer schwangerschaft ist sie nun auch nach eigenen massstäben wohlproportioniert.

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    1. Danke für deinen Kommentar! Ich finde es sehr erfrischend, auch mal eine andere Meinung zu dem Thema zu hören. 😀 Ganz ehrlich, ich war schon überrascht, weil viele doch so „positiv“ reagiert haben. Der Gedanke, dass jede OP auch eine Gefahr is, darf auf jeden Fall nicht vergessen werden! Und die Hauptsache ist immer, dass man sich in seinem Körper selbst wohl fühlt.

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  8. Es ist trotz der Anonymität mutig mit solchen Themen an die Öffentlichkeit zu gehen.
    Eine Operation mag in der Zukunft vielleicht angebracht sein, weil dann X und Y hinzukommen, aktuell sind es aber eigentlich keine körperlichen Belastungen die dich plagen sondern dein Selbstbild. Ich bin nun mal dezidiert anderer Meinung als du und die Mitkommentierer und würde eher den Weg gehen statt einer teuren OP mit eventuell nicht zufriedenstellendem Ergebnis einfach richtig Geld für eine Kleiderberatung auszugeben. Angepasste BH, angestimmte Klamotten liefern unter Umständen dasselbe Ergebnis wie eine Operation.

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    1. Danke auch dir für deinen Kommentar! Da hast du vollkommen Recht, zurzeit würde ich es wirklich nur aus ästhetischen Gründen machen. Das ist auch das, was mich ein wenig zweifeln lässt – weil ich mich dem gesellschaftlichen Druck eigentlich nicht beugen möchte und ich das Gefühl habe, ein wenig zu „verlieren“, wenn ich die OP machen würde. Gleichzeitig würde sie mich glücklicher machen, das weiß ich. Und dann sind da auch so Sachen wie der Sport usw., die sich durch einen richtigen BH und Kleidugn nicht beheben lassen.

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      1. Ich habe natürlich keine Vorstellung wie sehr dich dein Busen stört im Alltag. Dies waren nur meine Punkte an denen ich zuerst ansetzen würde, bevor ich zur Ultimo Ratio greifen würde. Es ist alles auch eine Kostenfrage.

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